- - Unternehmen können Teilnehmende vor dem Meeting-Beitritt zur Bestätigung individueller Hinweise oder Bedingungen verpflichten.
- - Benachrichtigungen lassen sich zeitlich begrenzt pausieren, ohne persönliche Einstellungen dauerhaft zu verändern.
- - Zwei Präsentierende können künftig gleichzeitig ihren Bildschirm oder ein Fenster teilen.
- - Der KI-basierte Facilitator erkennt unbeantwortete Fragen und kann passende Antworten über eine Websuche bereitstellen.
- - Express Face Enrollment vereinfacht die Einrichtung eines Gesichtsprofils für unterstützte Teams-Rooms-Szenarien.
- - Verdächtige Gast-Einladungen können direkt aus Teams an die IT gemeldet werden.
Die neuesten Microsoft Teams Updates im Überblick – Q4 2026
Im vierten Quartal 2026 entwickelt sich Microsoft Teams gleich in mehreren Bereichen weiter. Im Mittelpunkt stehen produktivere Meetings, weniger Ablenkung und eine bessere Kontrolle über sicherheits- und compliancebezogene Prozesse.
Dabei fällt auf, dass Microsoft nicht nur neue Komfortfunktionen bereitstellt. Einige Updates greifen direkt in bestehende Governance-Prozesse ein. Dazu gehören die verpflichtende Zustimmung vor Meetings, die Nutzung von Websuchen durch KI-Agenten und die Erfassung biometrischer Gesichtsprofile.
Für Unternehmen bedeutet das: Viele der neuen Möglichkeiten liefern einen klaren Mehrwert, sollten aber nicht einfach technisch aktiviert werden. Entscheidend ist, die Funktionen passend zum jeweiligen Anwendungsfall, zur Unternehmenskultur und zu den internen Datenschutzvorgaben einzusetzen.
Zustimmung vor dem Meeting-Beitritt
Mit der neuen Funktion können Unternehmen festlegen, dass Teilnehmende vor dem Beitritt zu einem Teams-Meeting einen individuellen Hinweis oder bestimmte Bedingungen bestätigen müssen. Denkbar sind beispielsweise Informationen zur Aufzeichnung, Vertraulichkeit, Transkription oder zur Nutzung von KI-Funktionen.
Ist die Richtlinie aktiviert, gilt sie für alle Teilnehmenden. Dazu gehören Organisatoren, interne Mitarbeitende, externe Gäste und anonyme Personen. Die Bestätigung wird im Audit Log dokumentiert. Administratoren können eine Standardsprache und bis zu vier zusätzliche Sprachen hinterlegen. Die Funktion ist standardmässig deaktiviert und muss im Teams Admin Center konfiguriert werden.
In der Praxis kann dies besonders bei aufgezeichneten Kundenmeetings, Bewerbungsgesprächen, Schulungen oder Besprechungen mit vertraulichen Inhalten hilfreich sein. Unternehmen erhalten damit eine zusätzliche Möglichkeit, Teilnehmende transparent über bestimmte Rahmenbedingungen zu informieren.
Gleichzeitig sollte die Funktion nicht mit einer automatisch rechtsgültigen Einwilligung gleichgesetzt werden. Ein Klick auf «Akzeptieren» ersetzt nicht in jedem Fall die erforderliche datenschutzrechtliche oder rechtliche Prüfung. Zu lange und komplizierte Texte führen zudem schnell dazu, dass Teilnehmende die Bedingungen ungelesen bestätigen.
Dinotronic-Empfehlung: Wir empfehlen, die Zustimmung nicht pauschal für sämtliche Meetings zu aktivieren. Unternehmen sollten zunächst konkrete Meeting-Szenarien definieren und die Texte gemeinsam mit Datenschutz, Legal und Compliance erarbeiten. Kurze und verständliche Hinweise schaffen dabei mehr Transparenz als juristisch überladene Formulierungen.
Der allgemeine Release ist aktuell zwischen Mitte Oktober und Mitte November 2026 geplant.
Teams-Benachrichtigungen vorübergehend pausieren
Teams-Nutzerinnen und -Nutzer können künftig sämtliche Benachrichtigungen für einen gewählten Zeitraum pausieren. Nach Ablauf dieser Zeit werden die bestehenden Benachrichtigungseinstellungen automatisch wieder aktiviert. Eine dauerhafte Anpassung einzelner Chats, Kanäle oder persönlicher Einstellungen ist damit nicht mehr notwendig.
Das ist besonders hilfreich für konzentrierte Arbeitsphasen, Präsentationen oder längere Kundentermine. Wer beispielsweise zwei Stunden an einer Offerte oder einem Konzept arbeitet, kann die Benachrichtigungen direkt über das Profilmenü pausieren und muss später nicht daran denken, sie wieder einzuschalten. Die Funktion ist auf Desktop, Web und Mobilgeräten vorgesehen. Für Administratoren entsteht kein zusätzlicher Konfigurationsaufwand.
Der Vorteil liegt in der Einfachheit. Allerdings werden während der gewählten Zeit auch potenziell wichtige Teams-Meldungen unterdrückt. Für Mitarbeitende in Service-, Support- oder Pikettrollen ist die Funktion deshalb nur bedingt geeignet.
Für die meisten Mitarbeitenden ist dies eine der nützlichsten Neuerungen im Q4. Wir empfehlen, die Funktion in interne Schulungen zur Fokusarbeit aufzunehmen. Unternehmen sollten gleichzeitig sicherstellen, dass geschäftskritische Alarme nicht ausschliesslich über reguläre Teams-Benachrichtigungen verteilt werden.
Die allgemeine Verfügbarkeit ist nach aktuellem Stand für Oktober 2026 vorgesehen.

Zwei Bildschirme gleichzeitig teilen
Eine häufige Einschränkung in Teams-Meetings soll im November 2026 entfallen. Zwei Präsentierende können dann gleichzeitig ihren Bildschirm oder jeweils ein einzelnes Fenster freigeben. Die Teilnehmenden sehen beide Inhalte parallel. Die Funktion ist zunächst nur für Desktop und Web angekündigt.
Besonders wertvoll ist das bei Vergleichen. In einer Projektsitzung können zwei Dokumentversionen nebeneinander besprochen werden. Im technischen Support zeigt eine Person das bestehende Problem, während eine zweite Person die Lösung demonstriert. Auch Entwicklerteams können eine Anwendung und das zugehörige Monitoring gleichzeitig betrachten.
Der Mehrwert ist klar: Weniger Wechsel zwischen Präsentierenden, weniger Unterbrechungen und eine bessere visuelle Zusammenarbeit. Auf kleinen Notebook-Bildschirmen können zwei parallele Freigaben jedoch schnell unübersichtlich werden. Auch zu Bandbreite, Aufzeichnungen, Teams Rooms, VDI-Umgebungen und mobilen Clients liegen derzeit noch nicht alle praktischen Details vor.
Wir empfehlen, dass Unternehmen die Funktion nach dem Rollout zunächst in Projektworkshops, Supportfällen und technischen Reviews testen sollten. Zwei parallele Inhalte sind vor allem dann sinnvoll, wenn tatsächlich ein Vergleich oder eine gemeinsame Analyse stattfindet. Für klassische Präsentationen vor einem grösseren Publikum bleibt eine einzelne, klar geführte Freigabe häufig die bessere Wahl.
Die allgemeine Verfügbarkeit ist nach aktuellem Stand für November 2026 vorgesehen.
Facilitator beantwortet offene Fragen
Der Facilitator in Microsoft Teams wird aktiver. Er soll künftig erkennen, wenn in einem Meeting eine Frage gestellt, aber nicht beantwortet wird. In diesem Fall kann er anbieten, die Information über eine Websuche zu recherchieren und das Ergebnis im Meeting-Chat zu teilen.
Der Facilitator ist nicht automatisch in jedem Meeting aktiv. Er muss bewusst hinzugefügt werden und kann durch Administratoren auf Tenant-Ebene deaktiviert werden. Für die Aktivierung ist nach aktuellem Stand eine passende Microsoft-365-Copilot-Premium-Lizenz erforderlich.
In internen Projektmeetings, Schulungen oder Wissensformaten kann das sehr praktisch sein. Statt dass mehrere Personen gleichzeitig nach einer Definition, einem technischen Begriff oder einer öffentlich verfügbaren Information suchen, übernimmt der Facilitator die erste Recherche.
Die Antworten basieren jedoch auf einer Websuche und können daher falsch, unvollständig oder nicht auf den Unternehmenskontext zugeschnitten sein. Bei juristischen, finanziellen, medizinischen oder sicherheitskritischen Themen darf das Ergebnis deshalb nicht als verbindliche Fachauskunft behandelt werden.
Dinotronic-Empfehlung: Wir empfehlen einen kontrollierten Pilotbetrieb in internen und risikoarmen Meetings. Die Funktion eignet sich als Rechercheunterstützung, nicht als Entscheidungsinstanz. Verantwortlichkeiten für fachliche Beurteilungen und Freigaben müssen weiterhin klar bei den zuständigen Personen liegen.
Die allgemeine Verfügbarkeit soll zwischen Mitte November und Mitte Dezember 2026 folgen.
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Einfachere Gesichtserken- nung in hybriden Meetings
Mit Express Face Enrollment möchte Microsoft die Einrichtung eines Gesichtsprofils vereinfachen. Nutzerinnen und Nutzer können während eines geeigneten Meetings freiwillig ihre Kamera verwenden, um ein solches Profil zu erstellen.
In unterstützten Teams-Rooms-Szenarien kann das System anwesende Personen anschliessend besser erkennen und ihre Beiträge korrekt zuordnen. Davon profitieren insbesondere Transkripte, Meeting Recaps und Copilot-Zusammenfassungen. Statt generischer Bezeichnungen kann sichtbar werden, wer im Sitzungszimmer gesprochen hat. Administratoren können die Funktion organisatorisch aktivieren oder deaktivieren.
Gerade in hybriden Meetings mit mehreren Personen in einem Raum kann dies die Qualität der Dokumentation deutlich verbessern. Eine Registrierung bedeutet jedoch nicht, dass eine Person automatisch in jedem Meeting oder auf jedem Gerät erkannt wird. Die Funktion ist von der Raumkonfiguration, der Hardware, den Lizenzen und den unterstützten Erkennungsszenarien abhängig. Die eigentliche gesichtsbasierte People Recognition ist nach aktuellem Informationsstand insbesondere für Teams Rooms auf Windows relevant.
Der entscheidende Punkt ist der Datenschutz. Gesichtsprofile sind biometrische Daten und damit besonders schützenswert. Auch wenn die Registrierung als freiwilliges Opt-in umgesetzt wird, muss diese Freiwilligkeit im Arbeitsverhältnis tatsächlich gewährleistet sein.
Dinotronic empfiehlt, dass Express Face Enrollment erst nach einer Datenschutz- und Rechtsprüfung aktiviert werden sollte. Unternehmen müssen transparent erklären, welchem Zweck die Erkennung dient, wie Profile verwaltet und gelöscht werden und welche Alternative Mitarbeitende haben, die kein Gesichtsprofil erstellen möchten. Der Komfortgewinn ist real, rechtfertigt aber keine unkontrollierte Einführung.
Die allgemeine Verfügbarkeit ist derzeit für November 2026 angekündigt.
Verdächtige Gast-Einladungen direkt melden
Die Zusammenarbeit über Organisationsgrenzen hinweg gehört längst zum Teams-Alltag. Gast-Einladungen können jedoch auch für Missbrauchsversuche eingesetzt werden.
Künftig sollen Nutzerinnen und Nutzer unerwartete oder verdächtige Gast-Einladungen direkt in Teams an ihre IT melden können. Statt einen separaten Supportfall zu eröffnen oder die Einladung lediglich zu ignorieren, kann sie unmittelbar zur Prüfung weitergeleitet werden.
Das ist ein sinnvoller Schutz, besonders für Unternehmen, die häufig mit Kunden und Partnerorganisationen zusammenarbeiten. Die Funktion verhindert jedoch nicht dass eine Person eine schädliche Einladung akzeptiert. Es erfordert immer noch eine nachhaltige Security Awareness, der Nutzerinnen und Nutzer. Ohne einen definierten Bearbeitungsprozess besteht zudem die Gefahr, dass Meldungen bei der IT eingehen, aber nicht beurteilt werden.
Dinotronic-Empfehlung: Vor der Einführung sollte festgelegt werden, wer die Meldungen erhält, wie sie priorisiert werden und welche Schritte bei einer bestätigten Bedrohung folgen. Eine Awareness-Kommunikation erhöht den Nutzen zusätzlich: Unbekannte Einladung nicht vorschnell akzeptieren, sondern zuerst melden und prüfen lassen.
Die Funktion befindet sich aktuell in Entwicklung und ist für November 2026 geplant.
Fazit
Die Neuerungen im vierten Quartal zeigen, dass Microsoft Teams an unterschiedlichen Stellen weiterentwickelt wird. Einerseits verschwinden kleine, aber störende Hürden. Benachrichtigungen lassen sich einfacher kontrollieren und parallele Bildschirmfreigaben machen Workshops, Supportfälle und Reviews effizienter.
Andererseits wachsen die Anforderungen an Governance und Datenschutz. Verpflichtende Zustimmungen, KI-gestützte Webrecherchen und biometrische Gesichtsprofile sollten nicht ohne Regeln eingeführt werden. Besonders bei diesen Funktionen müssen IT, Security, Datenschutz, Legal und Fachabteilungen zusammenarbeiten.
Aus Sicht von Dinotronic eignet sich das Pausieren von Benachrichtigungen für eine breite Einführung. Die doppelte Bildschirmfreigabe und der Facilitator sollten zunächst mit ausgewählten Nutzergruppen getestet werden. Für verdächtige Gast-Einladungen braucht es einen definierten Security-Prozess. Die Zustimmung vor Meetings und Express Face Enrollment sollten erst nach einer sauberen Compliance- beziehungsweise Datenschutzprüfung produktiv eingesetzt werden.
Die neuen Funktionen können die Zusammenarbeit verbessern. Ihr Nutzen entsteht aber erst dann, wenn Technologie, Prozesse und Nutzerbedürfnisse sinnvoll zusammenspielen.
👉 Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Beratungsgespräch. Gemeinsam prüfen wir, welche Q4-Funktionen für Ihre Organisation relevant sind und wie sich diese sicher in den Arbeitsalltag integrieren lassen.
Nein. Das Pausieren von Benachrichtigungen und die verpflichtende Zustimmung befinden sich im September 2026 bereits im gestaffelten Rollout. Die weiteren Funktionen sind gemäss aktuellem Roadmap-Stand mehrheitlich für November 2026 vorgesehen. Roadmap-Termine können sich jederzeit ändern.
Nein. Nach aktuellem Informationsstand muss eine entsprechend lizenzierte Person den Facilitator aktivieren. Die anderen Teilnehmenden können dessen Antworten im Meeting-Chat sehen, ohne selbst über dieselbe Lizenz zu verfügen.
Das hängt vom Verwendungszweck, der Formulierung und dem anwendbaren Recht ab. Unternehmen sollten die technische Bestätigung nicht automatisch mit einer rechtlich wirksamen Einwilligung gleichsetzen und die Texte vorab prüfen lassen.
Nein. Die tatsächliche Gesichtserkennung hängt von der eingesetzten Teams-Rooms-Plattform, der Hardware, den Lizenzen und den administrativen Einstellungen ab. Nach aktuellem Stand ist die gesichtsbasierte Erkennung insbesondere für Teams Rooms auf Windows relevant.
Nein. Die Meldefunktion ergänzt bestehende Sicherheitsmassnahmen, ersetzt aber weder technische Schutzmechanismen noch die Schulung der Mitarbeitenden. Ein klarer interner Prüfprozess bleibt notwendig.
Die Funktion pausiert Teams-Benachrichtigungen für den gewählten Zeitraum. Für geschäftskritische Warnungen sollten Unternehmen deshalb zusätzliche Alarmierungswege einsetzen und sich nicht ausschliesslich auf reguläre Teams-Meldungen verlassen.
Unser Experte für Microsoft Teams
Nico Schwerzmann ist Microsoft-Teams-Spezialist bei Dinotronic und begleitet Unternehmen täglich bei der Einführung, Optimierung und sicheren Nutzung moderner Kollaborationslösungen. Sein Fokus liegt darauf, neue Funktionen nicht nur technisch korrekt umzusetzen, sondern deren konkreten Nutzen für den Arbeitsalltag verständlich aufzuzeigen. Durch seine enge Praxisnähe und sein tiefes Verständnis für KMU-Anforderungen verbindet er Microsoft-Updates mit klaren Empfehlungen zu Sicherheit, Governance und effizienter Zusammenarbeit. Seine Beiträge helfen Entscheidern und Anwendern gleichermassen, Microsoft Teams nachhaltig und zukunftssicher einzusetzen.